Daniela's Blog - Outlander Tours Schottland
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Sonntag 06.09.2020 - Edinburgh

 

Der frühe Sonntag morgen machte seinem Namen alle Ehre. Verschiedene Stadtteile von Edinburgh standen auf dem Programm. Wir starteten auf der Royal Mile aufwärts, wo ich einige Schätzchen in Petto hatte. Zuerst kamen wir an der Kathedrale vorbei und am Denkmal von Walter Scott auf dem West Parliament Square davor.

 

Weiter aufwärts ging es zur Lady Stairs Close auf der rechten Seite. Hier befindet sich das Writer's Museum, ein schönes Gebäude, aber besonders interessant sind die vielen Pflastersteine im ganzen großen Innenhof, zum Gedenken an viele bekannte (und für uns Deutsche auch unbekannte) Dichter und deren Zitate.

In der Riddle's Close bzw. Riddle's Court gibt es eine große, ungewöhnliche Wendeltreppe außen am Gebäude, leider war aber der hintere Hofteil abgeschlossen, wir sahen nur den vorderen Hof mit einer kleineren Außentreppe.

Wir drehten nochmal um und gingen über die Lady Stair's Close und The Mound auf der anderen Seite den Hügel hinunter, an den Gärten vorbei in die New Town, die hauptsächlich von klassizistischen Gebäuden geprägt ist. Es ist im Großen und Ganzen der ganze Bereich nördlich der Princes Street.

Im Norden davon liegt eine der berühmtesten und auf jeden Fall der schönsten Straßen Edinburghs - die Circus Lane. Eine kleine, gekrümmte Anwohnerstraße mit vielen kleinen, geschmückten Häuschen.

Von hier aus ging es über einen kleinen Wochen- und Trödelmarkt, vor dem fleißig für die Unabhängigkeit Schottlands demonstriert wurde, zur nächsten Bushaltestelle Richtung Westen. Wir wurden zwar von einem freundlichen Anwohner gewarnt, dass der Bus an dieser Stelle nicht sehr zuverlässig fahren würde und es war auch Sonntag, aber er kam dann trotzdem pünktlich und brachte uns in den westlich gelegenen Stadtteil Dean Village, wo wir an der Brücke ausstiegen. Die direkt davor gelegene Kirche war wie die meisten anderen leider geschlossen, aber die Aussicht von der Brücke in einen Park darunter war phänomenal.

Gleich nach der Brücke gingen wir rechts den Hang runter, um in den Park und von da aus Richtung Friedhof zu gehen. Unten schlängelte sich ein schöner Bach

und von der nahegelegenen Brücke gab es wieder wunderschöne Aussichten.

Dem Fluss entlang Richtung Friedhof, dann schickte uns eine Umleitung nach links, aber wir fanden trotzdem den gesuchten Friedhof ein paar Hundert Meter weiter, vom Gelände des Kunstmuseums zur Linken, hinter einem Eisengitter. Ein merkwürdiger flacher Steinkreis, eine Pyramide und eine Art Pavillon waren die herausragenden Bauwerke auf dem Dean Cemetery.

Nun wollten wir in die Innenstadt zurück, um das Zeitfenster der St. John's Church noch zu erreichen, von 12-14 Uhr offen hatten wir am Vortag gelesen. Die Bushaltestelle direkt vorm Tor wurde laut Aushang sonntags nicht angefahren... Unser Handy-Navi führte uns zunächst in die Irre bzw. einen Umweg, vielleicht hatte ich es aber auch nur falsch gelesen. Dann ging es die Straße entlang und entlang, wieder an Bushaltestellen, die nicht angefahren wurden, Karin wollte auch schon fast nicht mehr weiter, aber es half nichts; noch etliche Blocks vor bis zur Hauptstraße, wo wir endlich auf den richtigen Bus warten durften... der dann auch noch Verspätung hatte. Zwischendurch informierte Google Maps mich darüber, dass unser Bus vor 1 Minute pünktlich abgefahren war... - wir standen aber immer noch! Schließlich kam er doch noch und wir waren so knapp in der Zeit. Leider haben wir die richtige Haltestelle zum Aussteigen verpasst und dann fuhr der Bus die ganze Princes Street vor bis zur nächsten Haltestelle am Scott Monument. Es war bereits kurz vor 14 Uhr und uns war klar, dass wir den weiten Weg bis vor zur nächsten Kreuzung unmöglich rechtzeitig zu Fuß schaffen könnten, darum suchten wir uns schnell einen anderen Bus für eine Haltestelle in die Gegenrichtung und schafften es gerade noch, bevor die Kirche geschlossen wurde. Die Aufsicht war sehr freundlich und wir konnten noch ein paar schöne Bilder machen. Am meisten beeindruckte mich wirklich die außergewöhnliche Gestaltung der Decke.

Nun trafen wir uns mit Conny's Freundin Judy, die sie aus deren Zeit in Bauschlott kannte. Judy ist Engländerin, die eine Weile mit ihrer Familie in Deutschland gelebt hat und vor Jahren wieder zurück ging, inzwischen lebt sie in Nordengland in einem kleinen Cottage an der Küste. Sie fuhr von dort mit dem Zug zur Waverley Station, wo wir drei sie abholten. Wir beschlossen, vor dem Abendessen noch in ein Café zu gehen und hatten die schön altmodische Tiles Bar am St. Andrew Square im Sinn, wo wir in aller Ruhe plaudern und uns kennenlernen konnten. Judy sprach immer noch fließend Deutsch und wir haben uns schnell sehr gut verstanden.

Danach ging es mit Judy zum Abendessen im The Mitre an der High Street (Royal Mile). Vorher hatten wir sicherheitshalber gleich was für den nächsten Abend reserviert, denn was man hat, das hat man und um nicht zu vergessen, wo wir reserviert hatten und was es dort zu essen gab, hab ich eine Speisekarte mitgenommen. Als wir nun beim Mitre die Speisekarte anschauten - war sie identisch! Wir hatten also ohne es zu wissen, für zwei Abende hintereinander die beiden Restaurants auf der Royal Mile ausgesucht, die zusammengehörten - ein Lottogewinn, sozusagen. Das Essen an sich war gut, nur die Gemüsemischung, die die meisten von uns auf dem Teller hatten, etwas undefinierbar und kalt, aber wir hatten trotzdem viel Spaß und mussten uns leider viel zu früh von Judy verabschieden.

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© Daniela Biela