Daniela's Blog - Outlander Tours Schottland
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Samstag, 20.07.2019 - Clonmel, Cahir Castle, Rock of Kashel, Kilkenny

 

Am Samstag morgen genossen wir ein üppiges und leckeres Frühstück unserer Gastwirtin, die sich wirklich größte Mühe gab, alle unsere Wünsche zu versorgen. Da blieb kein Wunsch offen...

Sie gab mir noch ein paar Tips für andere Ausflugsziele, von denen wir gleich einen befolgten: Die Burg Cahir im gleichnamigen Städtchen, die direkt auf unserem Weg nach Cashel lag. Cahir (gesprochen: Kähr), ist eine der wenigen großen Burgen und zugleich noch sehr gut erhalten. Oft haben wir ja in Irland Burgen angetroffen, die mehr oder weniger nur aus einem Wehrturm bestanden, in verschiedenen Stadien des Verfalls. Diese hat nun noch ihre komplette Mauer sowie mehrere intakte Gebäude und liegt sehr malerisch an einem kleinen Flüsschen namens Cahir und ist mit viel Blumen und Bäumen bereits von außen eine wahre Augenweide. Wir zahlten einen kleinen Obulus und durften uns erst einen Film über die Geschichte ansehen, danach die Burg auf eigene Faust erkunden, es war glücklicherweise früh am Morgen und noch nicht voll. Draußen gab es einen kleinen Markt, wo einige von uns etwas fanden und eine Gänsekolonie an der Furt, die ihr Revier klar gegen uns verteidigte.

Nun ging es zum Hauptziel des Tages, dem Rock of Cashel, Sitz des berühmtesten Klosters Irlands. Wir parkten unser Auto, es war glücklicherweise noch nicht voll, und machten uns an den steilen Aufstieg. Der Berg ist 65 Meter hoch, ein irisches Wahrzeichen und galt schon in alter Zeit als Sitz von Feen und Geistern. Wir bekamen leider keine deutsche Führung, aber durften uns überall umschauen, außer im Innern der integrierten Kathedrale.

Im 4. Jahrhundert war die Burg der Sitz der Könige von Munster und im 5. Jahrhundert wurde sie

durch den Heiligen Patrick zum Bischofssitz. Dieser soll im Jahr 450 n. Chr. den König Aengus getauft haben. Eine Legende erzählt, dass Patrick während der Zeremonie in seiner Euphorie versehentlich seinen Bischofsstab in den Fuß von Aengus gerammt hatte, was dieser für ein christliches Taufritual hielt und gleichmütig ertrug...

Ja, damals waren die Leute noch hartgesotten!

Natürlich wurde wie bei jedem Komplex dieser Art über die Jahrhunderte angebaut, abgerissen und überbaut, aber es war trotzdem sehr beeindruckend zu wissen, dass der Platz und Teile der Gebäude über 1500 Jahre alt sind! Zum Schluss hörten wir noch einem englischsprachigen Führer zu, wie er einer Gruppe eindrucksvoll die Geschichte mit der Taufe des Königs und dem durchbohrten Fuß erzählte, es wurde aber immer schwieriger, weil eine Gruppe Japaner sich rücksichtslos und laut unterhielt, als dann noch eine Reisegruppe mit 3 Bussen auftauchte, erklärten wir den Besuch für beendet und fuhren weiter.

Wir fuhren auf Empfehlung nach Nordosten in die berühmte Stadt Kilkenny, wo ich von unterwegs eine Führung für den Nachmittag gebucht hatte. Nachdem wir endlich einen Parkplatz hatten, ging es zur Touristinfo, einer ehemaligen umgebauten Kirche, wo wir noch ein bisschen warten mussten, danach auf einen Rundgang mit Stadtgeschichte und manch interessanter Anekdote.

Am Abschluss der Tour setzten wir uns auf der Hauptstraße noch in ein kleines Café, denn schließlich war ja das Mittagessen ausgefallen. Dort gab es nicht nur lecker Kuchen, Eis und Snacks, sondern auch Brillen - wenigstens zum Leihen :-)

Nach der Rückkehr in Clonmel und dem Umziehen brach endgültig unser letzter Abend in Irland an, den wir mit einem schönen Dinner abschließen wollten. Wir schauten uns gründlich im Stadtzentrum um,  aber die Wahl fiel schwer, das eine zu nobel, das andere mehr Cafeteria, das nächste geschlossen und so landeten wir schließlich bei einem modernen Italiener, bei dem wir uns erst recht wohl fühlten, die Preise waren auch vernünftig, leider hatten wir nicht gesehen, dass er absolut keinen Alkohol ausschenkte, und so bekam Conny keinen Wein und Ewald und Karin nicht ihr gewohntes Bier. Schade, aber weiterziehen wollten wir dann doch nicht mehr.

Zum Abschluss noch ein paar abendliche Impressionen aus Clonmel, eigentlich ein schönes, beschauliches kleines Städtchen.

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© Daniela Biela