Daniela's Blog - Outlander Tours Schottland
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Rundreise September 2018

 

Donnerstag, 6. September - ab Flughafen Frankfurt nach Glasgow

Meine Tochter Carmen und ihr Freund Dennis haben Conny und mich zum Flughafen Frankfurt gebracht und auf dem Weg hat Dennis gleich noch meinen Laptop wieder zum Laufen gebracht, den ich ganz dringend auf der Reise brauchte – für beides ganz vielen Dank!
Bei großer Hitze losgefahren, setzte unterwegs wie zur Einstimmung leichter Regen ein und bei teilweise zähflüssigem Verkehr waren wir dann kurz nach 12 Uhr am Flughafen Frankfurt. Innerhalb weniger Minuten waren wir alle 5 versammelt und gingen nach einer herzlichen Begrüßung miteinander durch die übliche Prozedur – Koffer abgeben, Toilettengang und Sicherheitscheck bis zum Boarding. Direkt nach dem Sicherheitscheck waren wir einigermaßen verwundert, sahen wir uns doch konfrontiert mit einer unmittelbar dahinter beginnenden,
scheinbar endlos langen Warteschlange. Ein Flughafenmitarbeiter, kurz angesprochen, empfahl uns, einfach rechts daneben vorbei zu gehen. Schon ein seltsames Gefühl, so einfach an allen Wartenden vorbei... Weiter vorne sahen wir, dass dies die Schlangen vor der Passkontrolle warten – ein derartiges Gewimmel  hatte dort noch keine von uns erlebt! Was nun - zurück und wieder hinten anstellen hieße, der Flieger startet möglicherweise ohne uns. Und wieder hatten wir Glück; ein angesprochener Uniformierter schickte uns zu einem kaum sichtbaren Schalter in der Mitte, leicht um die Ecke versteckt, mit nur einer Handvoll Leuten vor uns, so dass wir in kürzester Zeit durch die Passkontrolle waren und uns über diesen Riesenglücksfall freuen konnten! Der Flug mit Lufthansa verlief angenehm und ereignislos, dafür voller Vorfreude auf die bevorstehenden Tage.

Nach der frühzeitigen Landung in Glasgow und Passkontrolle machten wir uns auf zum Car Rental Center, welches in einem Nebengebäude direkt neben dem Flughafenausgang liegt. Während der Wartezeit bei Europcar – seit wann muss man beim Mietwagen abholen eigentlich Nummern ziehen??? – einigten wir uns auf Conny als zweite Fahrerin. Als ich den freundlichen Mann am Schalter bat, ob man nicht die überzähligen Sitze kurz ausbauen könnte (ein VW Sharan hat 7 Sitze, wir waren jedoch nur zu fünft), schlug er uns gegen Aufpreis ein etwas größeres Mietauto vor, einen Vito statt des gebuchten Sharan (nein, keine Werbung, nur eine Tatsache). Nun, der Aufpreis war nicht ganz so klein und eine kurze Besichtigung mit Größenvergleich erleichterte mir ganz schnell die Entscheidung – der Vito war VIEL zu groß für schottische Straßenverhältnisse! Auf der Frage des Mitarbeiters nach einem Navi (welches wir aus Kostengründen nicht mitbestellt hatten; wir hatten vor, mit Handys bzw. Sabines Navi zu fahren, was aber leider kein Update für Großbritannien bekommen hatte), antwortete ich spontan „nur wenn es umsonst ist“ und der Mitarbeiter nickte nur und so hatte ich ganz einfach und kostenlos ein Navi, weil das Auto das ohnehin eingebaut hatte! Darauf hatte ich ehrlich gesagt früher auch schon spekuliert – schließlich kann es ja nicht ausgebaut werden, nur weil der Mieter es nicht mit bezahlt hat…

So bekamen wir schließlich unseren weißen Sharan, ich kämpfte noch etwas mit dem erklärungsbedürftigen Handbremsschalter, doch schließlich konnten wir unser Auto beladen, die überzähligen Sitze in der dritten Reihe wurden umgeklappt, der Kofferraum war mit 5 Koffern, 5 x Handgepäck und Jacken gut voll, dann noch ein kurzes Foto – und los gings Richtung Glasgow Innenstadt, wo unser erstes Apartment gebucht war. An den Linksverkehr war ich schnell wieder gewöhnt, war ja nicht das erste Mal.

Obwohl wir so frühzeitig gelandet waren, hatte alles doch ziemlich lange gedauert, ein ziemlicher Stau auf dem Weg in die Innenstadt führte dazu, dass wir schon deutlich später dran waren als mit der Mietagentur vereinbart und die mich auch schon mehrmals auf dem Handy angerufen hatten, weil sie wissen wollten, wann wir endlich zur Schlüsselübergabe kommen würden. 17 Uhr war eigentlich ausgemacht, aber der Mietwagen hatte einfach zu viel Zeit gekostet. Schließlich waren wir endlich in der richtigen Straße - Ingram Street - und suchten noch nach der richtigen Hausnummer. Leider gingen die Hausnummern in großen Sprüngen weiter und kurz darauf waren wir schon an der gesuchten Nummer 120 vorbei. Ich bog in nach links ab, um einmal ums Karree zu fahren und hielt kurz am Straßenrand, um nochmal mit der Agentur zu telefonieren, als es ans Seitenfenster klopfte: Ein Polizist in voller Kampfmontur schaute mich böse an und ich bekam den Schreck meines Lebens: „Sie werden hier doch nicht tatsächlich Auto fahren und gleichzeitig telefonieren!“ Ich bekam einen Riesenschreck, sah mich bereits mit einem saftigen Strafzettel und Schlimmerem konfrontiert und versuchte, die Situation zu erklären, dass wir uns verfahren hätten und mit der Agentur telefonieren müssten, um zu erfahren wie und wohin. Der Polizist reagierte überraschenderweise sehr verständnisvoll und meinte, ich solle umdrehen und gleich wieder rechts abbiegen, die gesuchte Adresse sei gleich um die Ecke. Sehr erleichtert durften wir ohne Probleme weiter fahren und sahen gleich nach dem Abbiegen einen Mann vor der Haustür von Nummer 120 stehen, der zu uns ins Auto stieg und uns in die Parallelstraße zur Einfahrt in die Tiefgarage lotste, wo wir einen Pkw-Abstellplatz gebucht hatten, was in der City eine wirklich gute und auch günstige Lösung war. Hier zeigte sich sofort, dass es keine gute Idee gewesen wäre, den größeren Vito zu wählen – bereits mit dem Sharan waren es nur wenige Zentimeter Platz rechts und links an den Außenspiegeln beim Einfahren. Äußerst vorsichtig nahm ich die Einfahrt und wir konnten unser Auto endlich in der Tiefgarage abstellen. Das Apartment erwies sich als sehr schön und luxuriös eingerichtet, pro Doppelzimmer hatten wir je ein Bad und eine Schlafcouch im Wohnbereich für die fünfte Person, der nahtlos in die Essecke und die geräumige Küche überging. Karin wollte auf die Schlafcouch, Sabine teilte sich Zimmer und Bett mit Christina und Conny mit mir. Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, es schon relativ spät war, machten wir uns auf, zu Fuß die Gegend zu erkunden. Ich hatte vorher schon herausgefunden, dass John Street und George Square in unmittelbarer Nachbarschaft im Westen lagen und wollte den Mädels wenigstens diese beiden Sehenswürdigkeiten noch am ersten Abend zeigen. John Street lag nur um die erste Ecke, dies ist die Straße zwischen den klassizistischen Verwaltungsgebäuden der Stadt Glasgow, wo die Hochzeitsszenen mit Claire und Frank gedreht wurden. Wir waren auch nicht die Einzigen, die dort Fotos machten, ob wegen der schönen (wenn auch dunkel verfärbten Sandstein-Gebäude) und des Tores oder als Outlander-Fans wie wir, blieb offen.

Danach ging es noch einen Block nach Westen auf den George Square, der sich über zwei große Blocks erstreckt, bestehend aus Rasen, Blumenbeeten und vielen Gedenkstätten und Skulpturen, sowie vielen schönen Sandsteingebäuden ringsum.

Hier entstand auch endlich unser erstes Gruppenfoto:

Zu guter Letzt suchten wir noch nach einem Restaurant für das Abendessen und landeten im Piazza Italia, einem guten und rustikalen Lokal in der John Street mit italienischem Essen.

Wir haben sehr gut gegessen und hatten viel Spaß miteinander, bevor wir einigermaßen erledigt ins Bett fielen.

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© Daniela Biela